Sozialhilfe-Empfängerin vergisst Antrag abzuschicken und macht Schulden: “Ich hatte zu viel Stress”
Mannheim – Bei Janine (29) geht es drunter und drüber. Die alleinerziehende Mutter hat nach eigenen Angaben aktuell Stress ohne Ende und dadurch auch verpennt, einen wichtigen Behördenbrief abzuschicken.

Janine muss zum Jobcenter. Zwei Monate hat sie keine Miete und kein Bedarfsgeld bekommen. “Ich hatte vergessen, meinen Weiterbewilligungsantrag abzusenden. Ich hatte zu viel Stress und das nicht so realisiert”, sagt sie in der RTLZWEI-Sozialdoku “Hartz und herzlich”.
Mama Beate (57) stellt sich auf ihre Seite: “Ich kann mich nicht dran erinnern, dass ich jemals den Stress hatte, den du gerade hast.”
Die Wohnungsmiete der Alleinerziehenden von Zwillingen übernimmt das Jobcenter. Auch sie bezieht Bürgergeld, hat nebenbei noch ein Make-up-Business am Laufen. Doch die Auftragslage ist aktuell schwierig.
Bei Gesprächen erfährt sie, dass die Wohnungsmiete für Dezember 2024 nachträglich nicht übernommen werde, dafür aber immerhin für Januar 2025. Janine muss also zum Jobcenter, sich ein Darlehen geben lassen und dieses dann in Raten zurückzahlen.
Hartz und herzlich: Janine klagt unter Schmerzen nach Bandscheibenvorfall
Erschwerend hinzu kommt für Janine, dass sie immer wieder Schmerzen wegen ihres vorangegangenen Bandscheibenvorfalls hat, teilweise kaum schlafen kann. Ihr Hausarzt schickt sie zum MRT in die Röhre. Kann sie so lange ruhig liegen bleiben?
Neue Folgen “Hartz und herzlich” aus den Benz-Baracken laufen montags bis freitags ab 18.05 Uhr bei RTLZWEI und auf Abruf bei RTL+.
Bürgergeld-Empfängerin lässt sich Tattoo stechen: Erst muss der Rasierer ran
Mannheim – Carmen (55) erfüllt sich einen großen Traum. Sie geht in ein Tattoo-Studio, um sich ein großes Motiv auf den Arm stechen zu lassen. Für die Sozialhilfe-Empfängerin ist der Preis enorm.

“Das ist mein erstes Tattoo und auch gleich ein riesiges. Das wird eine Herausforderung für mich”, sagt die gebürtige Mannheimerin in einer neuen Folge “Hartz und herzlich” (RTLZWEI). “Ich werde nervös werden, wenn er anfängt, mit der Nadel zu kommen.”
Mit einem Einwegrasierer werden zunächst die Härchen an Carmens rechtem Oberarm entfernt. “Bisschen Flaum muss man immer wegmachen”, weiß Tattoostudio-Inhaber Rick Riojas, der seit 28 Jahren Körper verziert.
Mit 55 Jahren wird sich Carmen zum ersten Mal tätowieren lassen. “Früher hat man gesagt, wenn jemand tätowiert ist, ist er kriminell. Ich finde nicht, dass das etwas mit kriminell zu tun hat.”
Innerhalb von vier Stunden zaubert der Artist sieben Löwenköpfe auf den Oberarm. Sie stehen für ihre sechs Kinder und sie selbst. Das Motiv findet sie passend, da sie von Sternzeichen Löwe ist.
Hartz und herzlich (RTLZWEI): “Das ist normal, dass da die Farbe rausläuft”

Carmen ist entspannt, verspüre weniger Schmerz als gedacht. Aber Rick kündigt an, dass demnächst die Schattierung folgt. An diesem Gerät würden mehrere Nadeln gleichzeitig in die Haut eindringen. “Aber es gibt auch Leute, die das weniger schmerzhaft finden, weil die Nadel nicht so punktuell sticht.”
400 Euro muss Carmen für den Eingriff bezahlen. Viel Geld für die 55-Jährige, die 20 Stunden pro Monat als Reinigungskraft arbeitet und aufstockt. “Die Kinder haben zusammengelegt und den Rest zahl’ ich.”
Es sei ihr Weihnachtsgeschenk, das nie verloren geht und immer bei ihr bleibe, rechtfertigt sie den hohen Preis.
Schon am nächsten Morgen folgt aber der Schock. Die Farbe ist verlaufen. Ein Anruf bei Rick bringt aber Klarheit: “Das ist normal, dass da die Farbe rausläuft und sich unter der Folie sammelt.”
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