Sorge um Anna und Gerald Heiser – “Ich leide da richtig mit”

Inka Bause ist aus der Fernsehwelt nicht mehr wegzudenken. Mit “Bauer sucht Frau” und “Bauer sucht Frau International” hat sie sich in die Herzen der Fans moderiert – auch sie kann sich ein Leben ohne das Format nicht mehr vorstellen.
Wann sie selbst in einem Dating-Format mitmachen würde, verrät sie im Gespräch mit GALA.
Jedes Jahr aufs Neue verlieben sich Bäuerinnen und Bauern durch die liebevolle Unterstützung von Inka Bause, 56, und “Bauer sucht Frau”. Die Sendung und ihre Moderatorin sind absolute Publikumsmagneten. Doch würde die beliebte Sängerin auch selbst in solch einem Format mitmachen? Im Interview mit GALA redet sie offen über Dating-Formate.
Inka Bause

Inka Bause kann sich ein Leben ohne “Bauer sucht Frau” nicht vorstellen

GALA: Worauf freuen Sie sich bei der neuen Staffel von “Bauer sucht Frau International”?
Inka Bause: Ich freue mich tatsächlich am meisten darüber, dass wir frischen Wind in die Sendung bringen. Wir haben ein bisschen “renoviert” – so würde ich es nennen. Und ich muss sagen: Ich habe selbst wieder richtig Freude daran, die Staffel zu schauen und das ist für mich immer der wichtigste Gradmesser.
Natürlich gibt es über all die Jahre immer wieder Staffeln, die sich anders anfühlen. Aber in diesem Jahr bin ich wirklich begeistert.
Diese Staffel ist spannend, abwechslungsreich und einfach rundum gelungen. Wir haben zwei starke Frauen an Bord, die cool, taff und mit tollen Männern unterwegs sind. Die Mischung ist dieses Mal richtig stimmig. Ich hoffe, das kommt auch beim Publikum so an.
Gerade bei der nationalen Staffel – die an Pfingstmontag startete – merkt man, wie sehr wir uns bemühen, den Zeitgeist aufzugreifen. Die Seh- und Hörgewohnheiten haben sich verändert, und es ist schön, dass wir da mithalten können, ohne uns selbst zu verlieren. Am Ende zählt aber immer nur eins: die Geschichten und die Menschen dahinter.
Seit 21 Staffeln moderieren Sie “Bauer sucht Frau”, mittlerweile läuft die siebte internationale Staffel. Wie fühlt sich das für Sie an, so viele Menschen über die Jahre zu begleiten?
Ich kann mir ein Leben ohne “Bauer sucht Frau” gar nicht mehr vorstellen. Die Sendung strukturiert meinen Jahresrhythmus: erst die neuen Bauern, dann die Briefübergabe, das Scheunenfest, die Ausstrahlung, die Specials und plötzlich ist das Jahr schon wieder vorbei.

Gerade diese Reisen sind für mich auch eine Form der Erholung. Ich mache noch ein paar andere Projekte nebenbei. Da ist es so wohltuend, draußen in der Natur zu sein, mit Tieren zu sein und mit Menschen, die geerdet sind, hart arbeiten, zufrieden sind mit dem, was sie tun. Auch das Team, das zum Teil seit vielen Jahren dabei ist, das gibt eine besondere Energie.

So steht sie zu glücklichen Paaren der Sendung

Was bedeutet dieser Job auch für Sie persönlich?

Ich sage immer: Arbeitszeit ist Lebenszeit. Und ich habe einfach Glück, dass meine Arbeit so viel Lebensqualität mit sich bringt. Es geht da gar nicht nur ums Finanzielle – auch wenn ich dankbar bin, davon leben zu können.

Es ist vor allem dieses Privileg, so viele tolle Menschen zu treffen. Manche, wie Josef und Narumol, Bruno und Anja, Uwe und Iris oder Anna und Gerald, gehören inzwischen richtig zu meinem Leben. Das ist manchmal fast ein bisschen verrückt – aber ich bin unendlich dankbar, dass ich damals an dem Tag, als mir das Format angeboten wurde, ja gesagt habe – obwohl ich eigentlich mit einer Studioshow gerechnet hatte.

Sie haben gerade Anna und Gerald erwähnt. Deren Umzug nach Polen hat für viel Aufsehen gesorgt – wie verfolgen Sie so etwas persönlich?
Gerald und Anna sind ein ganz besonderes Paar. Und ich leide da richtig mit. Ich hoffe einfach, dass sie alle in Polen glücklich werden. Ihr Weg wird von vielen mit Spannung verfolgt. Und das geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Ich freue mich einfach, dass sie ihren eigenen Kurs fahren und gemeinsam Entscheidungen treffen, die sich für sie richtig anfühlen. Was auch immer die Zukunft bringt: Ich wünsche ihnen nur das Beste als Paar, als Familie und ganz einfach als zwei Menschen, die sich gefunden haben.

Die wahre Liebe im TV finden?

Hat die Sendung auch ihre Sicht auf die Liebe beeinflusst?
Absolut – ja, natürlich! Vieles passiert sicherlich auch unterbewusst. Ich renne jetzt nicht durch die Gegend mit dem Anspruch, alles analytisch zu durchleuchten, aber meine Menschenkenntnis hat über die Jahre unglaublich zugenommen.

Ich werde oft gefragt: ‘Merkst du, ob Leute wirklich zusammenbleiben?’ – und ja, ich kriege einiges mit. Aber man darf nicht vergessen: Es ist ein Unterschied, ob du eine tolle Hofwoche hast – oder ob es dann auch im echten Leben funktioniert.

Natürlich erkenne ich, wenn sich zwei Menschen verlieben. Wenn’s funkt, wenn’s kribbelt, das spürt man sofort. Aber der entscheidende Moment kommt immer erst danach: Wenn alle wieder zu Hause sind, wenn der Bauer oder die Bäuerin wieder allein auf dem Hof ist, und der andere zurück in seinem Alltag. Erst dann merkt man, ob es wirklich Liebe ist – oder einfach nur eine tolle gemeinsame Zeit war.

Mehr wollen wir gar nicht. Wir geben keine Versprechen, wir lassen die Menschen so sein, wie sie sind. Wir sorgen dafür, dass niemand beschädigt wird – und dass alle mit erhobenem Kopf wieder nach Hause gehen können, ohne dass man sich über sie lustig macht. Das Publikum merkt das. Und das freut mich sehr.

Können Sie sich vorstellen, selbst einmal bei “Bauer sucht Frau” oder einem anderen Dating-Format mitzumachen? 

Also, wenn ich nicht bekannt wäre – ich würde das sofort machen.
Ich kenne auch so viele Leute, auch privat, die sich über das Internet kennengelernt haben. Ich würde da keine Sekunde zögern. Ich habe selbst mal Werbung für eine Dating-Plattform gemacht und finde das Prinzip großartig, solange es sich um eine seriöse Plattform handelt. Natürlich gehört immer auch ein bisschen gesunder Menschenverstand dazu.

Denn kein System der Welt kann garantieren, dass man nur ehrliche Menschen trifft, das gilt im echten Leben genauso wie bei uns bei “Bauer sucht Frau”. Letztlich arbeiten wir mit Menschen und Menschen haben eben Stärken und Schwächen. Das ist einfach so.

Am Ende geht es immer um echte Begegnungen zwischen echten Menschen – mit all ihren Facetten. Und genau das macht es so spannend, aber manchmal eben auch herausfordernd. Ich sehe aber auch: In unserer Zeit gehen wir immer weniger vor die Tür – gerade in der Großstadt. Und ich kenne viele aus meinem Bekanntenkreis, die online wirklich ihren Traumpartner gefunden haben. Da wohnen die nur drei Kilometer auseinander und hätten sich ohne das Internet wahrscheinlich nie getroffen. Wo hätten sie sich auch begegnen sollen? Also ja – ich würde das sofort machen.

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