Bürgergeld-Empfänger wollen in den Urlaub wegen “Erholung vom Alltagsstress”
Herten – Bei Sandra (56) und Sohn Jan (25) in Herten (NRW) geht nichts voran. Der junge Mann ist bei seiner Mutter ausgezogen, um jetzt allein in einer Wohnung zu hausen – finanziert vom Amt natürlich. Jetzt wollen die beiden in den Urlaub. Aber von welchem Geld?

Jobmäßig habe sich bei Sandra “gar nix getan”, berichtet sie in der RTLZWEI-Sozialdoku “Armes Deutschland”. “Wir suchen weiter, wir gucken weiter. Wenn sich was ergibt, ist gut. Wenn nicht, dann nicht.” Aber sie ist hoffnungsvoll: “Irgendwann findet sich schon wieder was.”
Ihre letzte Hoffnung, als Schulbegleiterin zu arbeiten, wurde zerschlagen: “Die hätten schon genug Leute.”
Aber mit 563 Euro Bürgergeld und einer bezahlten Wohnung scheint es sich auch gut leben zu lassen. So gut, dass sogar an Urlaub gedacht wird. Der letzte liegt rund zehn Jahre zurück. Jetzt soll es wieder an die spanische Costa del Maresme bei Barcelona gehen. Mit dem Bus statt per Flugzeug, weil das deutlich günstiger ist.




