Jerome hat Reichsflagge im Schlafzimmer hängen – RTLZWEI kickt ihn bei “Armes Deutschland” raus
Ein heftiger Vorfall hat sich bei der Sozial-Doku “Armes Deutschland” ereignet. Bei den Dreharbeiten wurde bei einem Protagonisten eine Reichsflagge entdeckt. Der Sender reagiert knallhart.
Die Sozialdoku “Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?” von RTLZWEI beleuchtet die Herausforderungen von Menschen, die am Existenzminimum leben und meist vom Staat leben. Oft spielen auch persönliche Geschichten der Protagonisten eine große Rolle und werden in dem TV-Format thematisiert.
Zuletzt prahlte ein Bürgergeld-Empfänger bei “Armes Deutschland”: “Auf Staatskosten lässt es sich besser leben”
Jerome hat Reichsflagge von Uropa bekommen: “Ich vertrete diese Meinung”
Die Redaktion ist bei einem Protagonisten auf ein brisantes Detail im Schlafzimmer gestoßen. Über dem Bett von Jerome hängt eine Reichsflagge. “Das ist eine vererbte Flagge von meinem Uropa. Ich vertrete diese Meinung tatsächlich”, gibt er sogar offen zu.
Die Reichsflagge ist zwar in Deutschland nicht verboten, wird aber größtenteils mit dem rechtsextremen Spektrum in Verbindung gebracht.
Sie kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, wenn sie mit rechtsextremen Absichten verwendet wird. Das Kamerateam spricht Jerome darauf an und will wissen, was es damit auf sich hat – doch der Protagonist wird laut. Am Ende werden die Dreharbeiten abgebrochen.
RTLZWEI kickt “Armes Deutschland”-Teilnehmer und toleriert keinen Extremismus
Auch in den sozialen Netzwerken soll Jerome immer wieder rechtspopulistische Inhalte geteilt haben. Für den Sender ist das nicht tragbar und zieht nun drastische Konsequenzen – die Zusammenarbeit mit Jerome wurde beendet.
Ein Sendersprecher hat gegenüber dem Portal “derwesten” erklärt, wie man generell mit solchen Situationen umgeht: “Wir tolerieren grundsätzlich keine Verhaltensweisen, die der gültigen Gesetzgebung widersprechen. Dazu gehört auch das Verwenden verfassungsfeindlicher oder anderer Symbole, die mit extremistischen Organisationen in Verbindung gebracht werden können. Das ist in unseren redaktionellen Leitlinien entsprechend festgelegt.”





