Schockdiagnose: Jan Kittmanns radikaler Schritt bei GZSZ
Ein stiller Moment, der unter die Haut geht: Bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ durchlebt Tobias (Jan Kittmann) die schwerste Zeit seines Lebens. Die Hodenkrebs-Diagnose stellt alles andere in den Hintergrund. Während er mit den Folgen der Chemotherapie kämpft, ist es ausgerechnet Emily (Anne Menden), die ihm Halt gibt. In einer bewegenden Szene nimmt sie die Haarschneidemaschine in die Hand und rasiert Tobias die Haare ab. Ein Moment, der nicht nur die Figuren, sondern auch das Team und Millionen Fans tief berührt. Warum er diese radikale Entscheidung bewusst getroffen hat, erzählt Jan Kittmann im RTL-Interview.
Emily (Anne Menden) gibt Tobias (Jan Kittmann) die Kraft, sich der Krankheit zu stellen. Mit ihr an seiner Seite findet er den Mut, und sie ist es schließlich, die ihm die Haare abschneidet. | ©RTL / Anna Riedel
Jan Kittmann wurde ein halbes Jahr vor Drehbeginn gefragt, ob er sich für die Geschichte die Haare abrasieren würde: „Da sausten tausend Gedanken durch meinen Kopf. Ich dachte: ‚Wow!‘ und gleichzeitig: ‚Oh nein, nicht meine Haare!‘“, erinnert er sich im RTL-Interview. Er hätte sich durchaus dagegen entscheiden können, denn die Produktion hat ihn nicht unter Druck gesetzte, wie er betont: „Aber letztlich konnte ich mir nicht mehr vorstellen, die Geschichte ohne den Verlust der Haare zu spielen, da ich weiß, dass so viele Menschen im Zuge einer Chemotherapie nicht die Wahl haben. Ich glaube an die Kraft von Solidarität – und das war meine Chance, mich mit Betroffenen zu solidarisieren.“
Eine Szene, die man nicht wiederholen kann
Wie emotional und radikal dieser Vorgang ist, dem viele Betroffene nicht ausweichen können, merkte das ganze Team am Set. Jan Kittmann erinnert sich so an die Szene: „Es wird nicht viel gesprochen. Emily fragt – mit dem Haarschneider in der Hand – ob Tobias bereit ist. Man sieht, dass er es nicht ist, aber er ermutigt sie, anzufangen – allein hätte er es vermutlich nicht geschafft. Sie setzt an, und es fallen viele Locken … Es war für mich eine sehr besondere Szene, emotional und spannungsgeladen – auch im ganzen Team. Allen war klar, dass es eine Szene ist, die man nicht jeden Tag dreht und auch nicht wiederholen kann.“
Tobias (Jan Kittmann) will sich von der Krankheit nicht unterkriegen lassen. | ©RTL / Anna Riedel
Betroffenen möchte Jan Kittmann etwas mit auf den Weg geben: „Diese Behandlung ist so unglaublich hart und gnadenlos, dass man zwischendurch leicht das Ziel aus den Augen verlieren kann. Als Nicht-Betroffener steht es mir nicht zu, hier einfach pauschal zu sagen: Haltet durch! Aber ich wünsche allen Betroffenen ganz viel Kraft und glaube fest daran, dass es – wie bei Tobias – mit einem individuellen Ziel vor Augen leichter wird, diesen Kampf zu führen.




