Sozialbetrug gegen „armes Deutschland“: Behörden drücken ein Auge zu.
Formate wie „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland“ haben viele Fans. Oft wird hier auch mit Sozial-Betrug geprahlt. Was macht das Jobcenter?
Es ist eine Frage, die sich viele Menschen stellen, die gern Sozial-Dokus im TV schauen: Was unternimmt eigentlich das Jobcenter dagegen, wenn Teilnehmer solcher Sendungen die Sozialleistungen in Deutschland offenbar schamlos ausnutzen? Immer wieder werden in Shows wie „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland“ Protagonisten vorgestellt, die offen damit umgehen, dass sie eigentlich nicht arbeiten wollen – und dann genauso offen darüber sprechen, dass sie sich zusätzlich zum Bürgergeld Kohle mit Schwarzarbeit verdienen. Was unternehmen die Behörden dagegen?
Sozial-Betrug bei „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland“: Was tut das Jobcenter?
Die Behörden gehen außerdem davon aus, dass es sich bei „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland“ um sogenannte Scripted-Reality-Formate handelt – dass das, was hier gezeigt wird, also nicht komplett echt ist. „Daher hängt es im Einzelfall davon ab, wie JC in diesen Fällen nachweisbare Pflichtverstöße ahnden“, so die Sprecherin weiter. Nur: Ist das wirklich so?
Wie echt sind Shows wie „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland“ wirklich?
Die Einschätzung dürfte für viele Fans zumindest seltsam sein. Denn: Konstanze Beyer, Chefredakteurin von RTLZwei, betonte in einem Interview, dass beispielsweise an „Hartz und herzlich“ alles echt sei. „Es ist absolut authentisch. Wir zeigen, was ist. Nichts wird gescriptet oder inszeniert“, sagte sie. Das Format beeinflusse die Menschen und umgekehrt. Man achte aber sehr darauf, „dass ,Hartz und herzlich‘ so wahr bleibt, wie es das Publikum zu Recht erwartet“.





